Sonntag, 27. Mai 2012
Hier eine kleine Liste von Dingen, die ich mir in nächster Zeit zulegen werde. Für diejenigen, die daran verzweifeln, was man mir denn so schenken könnte, können sich ja ein bisschen was abgucken, wenn sie wollen - müssen sie aber nicht, denn bisher hat mich aber auch so jedes Geschenk gefreut.
Ein neues Boss Orange, da sich sowohl mein Parfum als auch meine Body Lotion langsam dem Ende neigen. Goldspray zum Besprühen von Bilderrahmen und allem anderen, was ich in die Finger bekomme. Werke von Roger Willemsen , weil ich viel von ihm halte, aber noch keines seiner Bücher in meinem Besitz im Regal stehen habe. Schöne Schwarzweiß-Fotos sind außerdem genau mein Geschmack. Einen Gutschein für Tattoo4You wäre z.B. auch sehr cool. Die erste Staffel von Sherlock auf DVD. Low Chucks in grau oder weiß. Das weiße Kraftklub-Shirt. Ein riesengroßes Jackie Kennedy Poster in schwarzweiß. Ein sehr nicer Jutebeutel, damit ich ein richitger Hipster werde. Zum Beispiel der oder noch lieber der. Eine schwarze Wayfarer.
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
sometimes the wrong choices bring us to the right places
Sehr geehrte Freunde der Hülsenfrüchte, hiermit melde ich mich nach dem Eintrag über Taizé,
dem Eintrag über Prag und ein bisschen Städtequark zu Berlin und Paris
mit zwei neuen Städten, in denen ich das lange Wochenende verbringen
durfte. Mannheim und Heidelberg.
Im Vorfeld lässt sich sagen, dass das absolut nicht die Städte widerspiegelt, von denen ich wahrscheinlich viel zu wenig gesehen hab, um mir ein Urteil zu bilden. Hinzu kommt, dass Mannheim im Ausnahmezustand war, durch die Veranstaltungen des Katholikentags und die dementsprechenden vielen kleinen Stände, Bühnen, Menschengruppierungen und Massen und Events. Und wieder mal kann ich nicht mit der Motivation (oder der Zeit) prahlen, wirklich alles in dem Ablauf zu schildern, wie es war. Fotos sind unsortiert, unvollständig undsoweiterundsofort.
Im Vorfeld lässt sich sagen, dass das absolut nicht die Städte widerspiegelt, von denen ich wahrscheinlich viel zu wenig gesehen hab, um mir ein Urteil zu bilden. Hinzu kommt, dass Mannheim im Ausnahmezustand war, durch die Veranstaltungen des Katholikentags und die dementsprechenden vielen kleinen Stände, Bühnen, Menschengruppierungen und Massen und Events. Und wieder mal kann ich nicht mit der Motivation (oder der Zeit) prahlen, wirklich alles in dem Ablauf zu schildern, wie es war. Fotos sind unsortiert, unvollständig undsoweiterundsofort.
Mittwoch sind wir mit einer Gruppe von Schülern aus der Oberstufe nach Mannheim gefahren und verbrachten dort bis nach dem Frühstück am Sonntag unser langes Wochenende. Wie bereits geschrieben fand zu dem Zeitpunkt der "Katholikentag" statt und es gab zahllose Möglichkeiten dies auszunutzen. Mal abgesehen von seltsamen Sekten oder komischen Menschen wie einem Mann der wie Moses verkleidet neben Steintafeln saß oder einem Mann der uns mit seinem Prediger-Lied "Jesus lebt! Er hat gesiegt!" einen mächtigen Ohrwurm verpasste.In der Stadt gab es ein paar Bühnen, wo Bands auftraten, die zwar größtenteils nicht meinem Geschmack entsprachen, die aber ja sonst "ganz nett" waren. Es gab verschiedene Workshops oder Seminare. Auch einen, wo man Taekwondo lernen konnte. Ein Teil von uns wollte eigentlich unbedingt zu einem Kochduell, an dem man teilnehmen konnte, aber das haben wir leider zeitlich nicht geschafft.
Hauptsächlich gab es allerdings Podiumsdiskussionen und Vorlesungen. Wir saßen zum Beispiel in einer Lesung von Andrea Nahles, lauschten dem fröhlichen Gesang von Pater Norbert und lasen uns ständig die Programme durch, um unsere Tage zu planen. Übrigens finde ich die Universität wunderschön.
Eine 'größere' Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion u.a. mit Matthias Matussek und Kardinal Kasper. Das Thema interessiert wahrscheinlich eh nicht, also erspare ich euch das. Wir hatten uns spannende Kontroversen erhofft, die allerdings nicht wirklich in Schwung kamen. Mein Religion-LK-Homie und ich verstanden sogar alles, was gesagt wurde, weil das gerade unseren Themen entsprach. Also wurde die Gelegenheit genutzt, um nach der Diskussion noch ein Gespräch mit dem Kardinal zu suchen und ihm unser Statement aufzutischen. Alda, sind wir cool ey. Der Kardinal verstand uns übrigens gut und war unglaublich freundlich und auch inhaltlich annehmbar.

Und jetzt mal ehrlich sein: Die meiste Zeit haben wir selbstverständlich
nicht auf Bildungsveranstaltungen verbracht. Genau genommen waren wir
stundenlang im Luisenpark oder auf irgendwelchen Grünflächen. Das zeigte
sich auch daran, dass nach dem ersten Tag mit Sonnenschein viele von
uns einen kräftigen Sonnenbrand hatten. Ich aber nicht. Ha-ha.
Zeit vertrieben wir außerdem, indem wir einkaufen gingen. Nicht Shoppen, sondern wirkliches Einkaufen von Essen und Getränken. Es gab einen regelrechten Obstschub und Alnatura wurde auch mal geplündert. Getränke kamen nicht zu kurz und bei Vapiano gab es für mich mal Dinkel Fusilli Funghi mit viel Basilikum, Panna Cotta oder diese Spinatpizza, dessen Namen ich mir nicht merken kann. Oder es gab Pommes, die irgendwie semigeil waren oder einen Chicken Ceasersalad, der umso besser war. Essen spielt eine große Rolle in meinem Leben, merke ich gerade.
Zeit vertrieben wir außerdem, indem wir einkaufen gingen. Nicht Shoppen, sondern wirkliches Einkaufen von Essen und Getränken. Es gab einen regelrechten Obstschub und Alnatura wurde auch mal geplündert. Getränke kamen nicht zu kurz und bei Vapiano gab es für mich mal Dinkel Fusilli Funghi mit viel Basilikum, Panna Cotta oder diese Spinatpizza, dessen Namen ich mir nicht merken kann. Oder es gab Pommes, die irgendwie semigeil waren oder einen Chicken Ceasersalad, der umso besser war. Essen spielt eine große Rolle in meinem Leben, merke ich gerade.
Am Samstag waren wir für den Vormittag und Mittag in Heidelberg. Die (Alt-)Stadt ist eine der schönsten Städte, die ich bisher sehen durfte! Ich mag ohnehin Altstädte sehr gerne. All die kleinen Gassen, die Fassaden, die vielen kleinen Läden Cafés, die alle anders aussehen. Mal abgesehen von dem Schloss und der Brücken und dem ganzen Drumherum, für das viel zu wenig Zeit blieb. - Mit Sicherheit eine wunderbare Stadt zum Studieren!
Es war unglaublich heiß und dass wir in der prallen Sonne und im viel zu schnellen Tempo für meine unsportliche Lunge (klingt so, als wär nur die Lunge unsportlich, aber der Rest ist genauso) die mindestens drei Milliarden Meter Fußweg bis hoch zum Schloss gehen mussten, machte das nicht gerade besser. Den Brombeershake, die Platte und die CD, die ich mir daraufhin als Belohnung für mein vorbildliches Hinterhergelaufe gekauft habe, habe ich ja bereits erwähnt. Es hat sich aber auch ohne materielle Geschenke an mich selbst gelohnt. Die Aussicht ist wirklich ein Traum. Tolle, tolle Stadt!
Als wir eigentlich auf der Suche nach etwas Trinkbarem waren, begegneten wir einem Typen, der auf einer Modeschule ist, gerade eine Raucherpause einlegte und mit dem wir ins Gespräch kamen. Das Gespräch dauerte zwar nur etwa 3Minuten oderso, aber das war echt interessant? Leider musste ein bestimmter Jemand (Ich hoffe du liest das und erstickst an deinen komischen Haribo-Erdbeeren, die sowieso eklig schmecken!) ihn abwimmeln und wir konnten nciht mehr erfahren. Große Tragik, große Trauer!
(Das mit dem Ersticken war übrigens ein Spaß. Dass die Erdbeer-Teile eklig schmecken nicht.)
Es war unglaublich heiß und dass wir in der prallen Sonne und im viel zu schnellen Tempo für meine unsportliche Lunge (klingt so, als wär nur die Lunge unsportlich, aber der Rest ist genauso) die mindestens drei Milliarden Meter Fußweg bis hoch zum Schloss gehen mussten, machte das nicht gerade besser. Den Brombeershake, die Platte und die CD, die ich mir daraufhin als Belohnung für mein vorbildliches Hinterhergelaufe gekauft habe, habe ich ja bereits erwähnt. Es hat sich aber auch ohne materielle Geschenke an mich selbst gelohnt. Die Aussicht ist wirklich ein Traum. Tolle, tolle Stadt!
Als wir eigentlich auf der Suche nach etwas Trinkbarem waren, begegneten wir einem Typen, der auf einer Modeschule ist, gerade eine Raucherpause einlegte und mit dem wir ins Gespräch kamen. Das Gespräch dauerte zwar nur etwa 3Minuten oderso, aber das war echt interessant? Leider musste ein bestimmter Jemand (Ich hoffe du liest das und erstickst an deinen komischen Haribo-Erdbeeren, die sowieso eklig schmecken!) ihn abwimmeln und wir konnten nciht mehr erfahren. Große Tragik, große Trauer!
(Das mit dem Ersticken war übrigens ein Spaß. Dass die Erdbeer-Teile eklig schmecken nicht.)
Einen besonderen Höhepunkt gab es für mich nicht und auch konkrete Erlebnisse lassen sich schlecht schildern. Es war - wie immer - die ganze Atmosphäre,
die entstand und durch die ein oder andere Person und die ein oder
anderen Aktivitäten auch anhielt. Schlaf gab es generell eigentlich
kaum. Morgens standen wir größtenteils gegen 7Uhr auf und ich ging jeden
Abend ziemlich spät ins Bett. Aber das war gar nicht schlimm, da wir
das ja dadurch kompensieren konnten, dass wir im Park auf Stand-By
schalten konnten.
Untergebracht waren wir äußerst nobel in einer Schule - was aber vollkommen in Ordnung war. Genau genommen war es sogar irgendwie ganz cool. Am letzten Abend zum Beispiel. In Schlafsachen durch den Schulflur ins nächste Klassenzimmer zu schlurfen, auf irgendwelchen Luftmatratzen rumgurken, Gitarrenmusik von Oasis, Adele, Secondhand Serenade bis hin zu KIZ zu hören und voller Leidenschaft mitzusingen hat schon Stil?
Untergebracht waren wir äußerst nobel in einer Schule - was aber vollkommen in Ordnung war. Genau genommen war es sogar irgendwie ganz cool. Am letzten Abend zum Beispiel. In Schlafsachen durch den Schulflur ins nächste Klassenzimmer zu schlurfen, auf irgendwelchen Luftmatratzen rumgurken, Gitarrenmusik von Oasis, Adele, Secondhand Serenade bis hin zu KIZ zu hören und voller Leidenschaft mitzusingen hat schon Stil?
Dienstag, 15. Mai 2012
Der blaue Karfunkel und das Lesephantom
Mittwochmorgen bis Samstagmittag habe ich mein eigenes Bett sehr vermisst. Aber der Schlafsack war schon irgendwie in Ordnung und die Zeit war natürlich dennoch echt gut. Allerdings ist es Zeit, sich ein paar Kreuze in den Kalender zu machen: Ich habe weder irgendein Souvenir, noch ein Tshirt, eines von diesen Erinnerungstüchern oder eine Postkarte gekauft. War irgendwie alles nicht so nötig oder nicht so schön.
Stattdessen blieben wir in Heidelberg lieber in einem wunderschönen kleinen Plattenladen und stöhnten bei jeder neuen Entdeckung auf. Leider hat sich niemand meiner angeblichen Freunde (PS: Ich hasse euch!) dazu bereit erklärt, mir eine Platte mit einem Portrait und der Berlin-Rede von John F. Kennedy zu schenken. Unglaublich, oder? Pah. Musste mir dann selber eine (andere) kaufen.
Kurz darauf und nach einer dringenden Suche nach einer öffentlichen Toilette (Das interessiert euch zwar wahrscheinlich nicht so brennend, ich weiß. Aber die Gelegenheit eurer Aufmerksamkeit wollte ich nutzen, um das generelle Problem von zu wenigen oder zu ekligen öffentlichen Toiletten anzuprangern!), einem Brombeermilkshake und Altstadtgeschlendere, führten uns die metaphorischen goldenen Pflastersteine zu irgendeinem unbedeutetenden Laden, in dem ich mir "Sherlock Holmes - der blaue Karfunkel" gönnte (Gönn dir, Janet, gönn dir!). Ich hatte das Hörbuch zufällig gefunden, es war auf sageundschreibe knapp 3€ reduziert und ich Fuchs dachte mir, dass das umgerechnet drei Cheeseburger wären, auf die ich momentan ja eh nicht stehe, also wurde es mitgenommen. Nachdem es bezahlt wurde, versteht sich.
Der Plan für Sonntagabend war, dass ich Vanilleduftkerzen anzünde, einen warmen Tee trinke, mich mit meinen Kuschelsocken ins Bett setze und zuhöre wie Hubertus Gertzen mir vom Meisterdetektiv erzählt. Naja. Nach Kuschelsocken habe ich nicht gesucht und Apfelsaft hats auch gebracht. Und obwohl ich relativ viele Kerzen in meinem Zimmer hab, duftet keine nach Vanille und anzünden tu ich sie ohnehin eigentlich nie. Aber Sherlock ist trotzdem cool.
Aber jetzt muss ich GANZ UNBEDINGT noch auf den heutigen Tag zu sprechen komme. Heute war ja wieder ganz normal Schule und ich fuhr somit mit dem Bus. Bevor ich jedoch mein heutiges Erlebnis erzähle, muss ich eine Vorgeschichte loswerden: Ich habe seit diesem Jahr fast jeden Tag zur ersten Stunde Unterricht und fahre jeden Tag mit dem Bus zur gleichen Uhrzeit zur Schule. Eine Freundin von mir, die ganz in meiner Nähe wohnt und ich sitzen sogar immer auf den gleichen Plätzen, sofern sie frei sind. (Direkt vor diesem "Gelenk" des Busses, auf der Aussteig-Seite und rückwärtsfahrend, wisst ihr?) Soweit so gut. An einer bestimmten Bushaltestelle stieg ungefähr das ganze erste Halbjahr lang ein Typ ein, den ich nicht kenne. Keine Ahnung, wie groß der ist, ich kann nicht schätzen, aber mit Sicherheit größer als ich, etwa mein Alter oder etwas älter, blond, eher unauffällig, braune Fred Perry Schuhe. Ich habe keine Ahnung wer das ist, habe ihn auch noch nie mit irgendwem reden sehen oder weiß auf welche Schule er geht - der steigt nämlich erst nach mir aus. Und es ist nicht einmal so, dass ich den voll sweet finde und ihm gern mal meine Briefmarkensammlung zeigen würde, sondern - und jetzt kommen wir auch zum Titel - finde ich folgendes interessant:
Auch er setzt sich immer auf den gleichen Platz, nämlich genau so gegenüber, das ich ihn sehe, wenn ich von meinem Platz aus geradeaus gucke (Direkt nach diesem Bus-Gelenk auf einem Einzelplatz. Also dieser einzelne Sitz, der seitlich steht und genau zwischen dem drehenden Gelenk und der hintersten Tür ist.) und er hat jedes Mal (!) ein Buch in der Hand und liest. Nichtmal ein Reclam- oder Klettbuch, also wahrscheinlich etwas, was ihn wirklich interessiert. Das weckte immer mehr meine Neugier und ich wollte unbedingt wissen, was er denn immer liest. So wurde er zu meinem Lesephantom.
Unverdächtiges Schielen auf den Buchrücken hat bisher leider nicht geklappt und ich werd einen Teufel tun und ihn fragen.
Einmal, bei facebook, dachte ich, ich hätte ihn per Zufall gefunden. Da war nämlich ein teilweise gesperrtes Profil von jemanden aus Wuppertal, der ihm ähnlich sieht. Schnelles Scrollen zu den angegeben Lieblingsbüchern enttäuschte mich dadurch, dass nur irgendwelche Fantasy-Bücher, die ich doof fand, zu finden waren. Ein paar Wochen später stand ich irgendwann beim Feiern im Uclub und sah den Jungen von dem Facebook-Profil und: Es war gar nicht mein Lesephantom. Da hatte ich mich wohl zu sehr auf mein Stalking-Potenzial verlassen und nur die Ähnlichkeit gesehen.
Seit einer längeren Zeit schon, also bestimmt 3 Monate oderso, fuhr ich zwar immernoch oft mit dem Bus zur Schule, aber kein einziges Mal konnte ich einen lesenden Typ auf dem Sitz gegenüber erblicken. Ich bin davon ausgegangen, dass er Abi gemacht hat oderso und ich das Geheimnis nie lüften werde. HEUTE JEDOCH saßen wir wieder auf unseren Stammplätzen, fuhren zur besagten Busstation und da war er: Das Lesephantom.
Er setzte sich auf seinen Platz und nahm ein dickes gebundenes, schwarzes Buch ohne Umschlag heraus und fing an zu lesen. Er. Ist. Wieder. Da.
- Ich konnte erneut nicht sehen, was er las, aber die Zeit wird kommen!
"Wo ist die Ritterlichkeit geblieben? Existiert sie nur noch in 80er-Jahre-Filmen? Ich will, dass John Cusack mit einem Ghettoblaster vor meinem Fenster steht. Ich will mit Partick Dempsey auf einem Rasenmäher davonfahren. Ich will, dass Jake aus ''Sixeen Candles'' vor der Kirche auf mich wartet. Ich will, dass Judd Nelson seine Faust in die Luft reckt, weil er weiß, dass ich sein bin. Nur ein mal soll mein Leben laufen wie in einem 80er-Jahre Film. Am liebsten mit einer großartigen Musicalnummer ohne ersichtlichen Grund."
Easy A
(Vorallem die Musik aus dem Ghettoblaster, das Rasenmäherfahren und die Musicalnummer schreibe ich auf meine Liste.)
Montag, 14. Mai 2012
Selbstzerstörungsknopf
Da sitze ich. Meinen Schreibtisch habe ich zuvor extra aufgeräumt, damit
mich nichts darauf ablenkt. Vor mir liegt mein karierter Schulblock.
Aufgeschlagen, unbeschrieben, ordentlich zurechtgelegt und bereit,
beschrieben zu werden. In meiner linken Hand mein
Lieblingskugelschreiber. Ich setze mich auf, rutsche mit meinem
Ikeasessel näher an den Tisch. Ich sehe das Blatt an. Das Blatt sieht
mich an. So passiert das öfter mal.
Oft ist das der Fall, wenn ich gezwungen bin, etwas für die Schule zu schreiben. Hin und wieder passiert das auch, weil ich mir einrede, ich müsste etwas schreiben, um den Kopf frei zu kriegen. Wenn ich in letzter Zeit den Kopf frei kriegen wollte, habe ich einfach gar nichts gemacht. Dazu war irgendwie gar keine Zeit. Zum Laufen stimmte weder das Wetter noch meine Lunge. (Ist ja nicht so, dass mein charmanter Bronchialhusten schon die romantische Stimmung im Kino zerstört hat.)
Irgendwie ist es so, dass ich es fast so einordnen würde, dass ich zwei verschiedene Leben führe. Das eine ist das, was ich in der Schule, bei Freunden, Aktivitäten, Freizeit etc. führe und jenes andere ist das, was ich quasi alleine in meinem Kopf durchlebe. Letzteres konnte in den vergangenen Wochen nicht so richtig klarkommen. Kennt ihr das zufällig, wenn ihr total fertig seid, Musik bis zum Anschlag andreht, in eurem Bett liegt und eure komplette Gedankenwelt über euch zusammenbricht? Wenn nicht, ist das jetzt irgendwie peinlich für mich, aber was solls.
Irgendwie ist es so, dass ich es fast so einordnen würde, dass ich zwei verschiedene Leben führe. Das eine ist das, was ich in der Schule, bei Freunden, Aktivitäten, Freizeit etc. führe und jenes andere ist das, was ich quasi alleine in meinem Kopf durchlebe. Letzteres konnte in den vergangenen Wochen nicht so richtig klarkommen. Kennt ihr das zufällig, wenn ihr total fertig seid, Musik bis zum Anschlag andreht, in eurem Bett liegt und eure komplette Gedankenwelt über euch zusammenbricht? Wenn nicht, ist das jetzt irgendwie peinlich für mich, aber was solls.
Mein "erstes Leben", wie mein Modell es vorschreibt, hat sich zuletzt auch nur auf wenige Dinge fokussiert. Klar, tut mir das Leid, wenn andere Dinge zu kurz kommen, aber ich würde es nicht tun, wenn ich nicht dahinterstehen würde und ich würde mich freuen, wenn wiederum irgendetwas hinter mir stünde.
Ich merke wie ich immer mehr in die Richtung eines anderen Leben gehe, das ich so zwar nicht gesucht habe, was mich aber durchaus anzieht, weil es so ungezwungen und so schön unkompliziert ist. Sofern ich mich nicht ganz bewusst und vollkommen dafür entscheide, sind Verpflichtungen nicht mein Ding. Oder Zwänge.
- Ja, ich will mich treffen, aber ich will mich nicht treffen müssen.
- Ja, ich will sowieso studieren, aber ich will nicht studieren müssen.
Doof ist das insofern, als dass es ja im Endeffekt auf das Gleiche hinausläuft. "Es geht aber ums Prinzip", könnte ich jetzt sagen, wenn das nicht so banane klingen würde.
Um die Nebelschwaden, die in meinem Kopf vor sich her dunsten und mich stören, werde ich mich wohl noch irgendwie kümmern müssen. Zum Glück gibt es Menschen, die nicht nur nach dem üblichen "Na, was geht so bei dir, digga?" fragen. Jetzt wird mein Collegeblock aber wieder weggelegt und ich suche mir meine Kleidung, die ich mit nach Mannheim nehme. Mittwoch geht es direkt nach der Leistungskursklausur in den Bus und für ein paar Tage weg weg weg.
Ich merke wie ich immer mehr in die Richtung eines anderen Leben gehe, das ich so zwar nicht gesucht habe, was mich aber durchaus anzieht, weil es so ungezwungen und so schön unkompliziert ist. Sofern ich mich nicht ganz bewusst und vollkommen dafür entscheide, sind Verpflichtungen nicht mein Ding. Oder Zwänge.
- Ja, ich will mich treffen, aber ich will mich nicht treffen müssen.
- Ja, ich will sowieso studieren, aber ich will nicht studieren müssen.
Doof ist das insofern, als dass es ja im Endeffekt auf das Gleiche hinausläuft. "Es geht aber ums Prinzip", könnte ich jetzt sagen, wenn das nicht so banane klingen würde.
Um die Nebelschwaden, die in meinem Kopf vor sich her dunsten und mich stören, werde ich mich wohl noch irgendwie kümmern müssen. Zum Glück gibt es Menschen, die nicht nur nach dem üblichen "Na, was geht so bei dir, digga?" fragen. Jetzt wird mein Collegeblock aber wieder weggelegt und ich suche mir meine Kleidung, die ich mit nach Mannheim nehme. Mittwoch geht es direkt nach der Leistungskursklausur in den Bus und für ein paar Tage weg weg weg.
Its better to be hated for who you are than to be loved for who you're not.
Samstag, 12. Mai 2012
Vorhang auf: Jonas David
Jonas David und Polyana Felbel - I Don't Know (Lisa Hannigan Cover)
Jonas David - Weak Bones
Jonas David - Hush
Jonas David - Let Me Live
Jonas David - Umbrella (Rihanna Cover)
Jonas David - Shield
Jonas David - Weak Bones
Jonas David - Hush
Jonas David - Let Me Live
Jonas David - Umbrella (Rihanna Cover)
Jonas David - Shield
Jonas David begann bereits mit 14 Musik zu machen und tut das meiner Meinung nach sehr gut. Akustisch, emotional und melancholisch, was mit Sicherheit nicht jedem gefällt - mir aber sehr. Zudem auch noch sehr sympathisch und authentisch . Auch die Videos treffen genau meinen Geschmack. Hört euch mal ein paar Lieder an - bietet sich zB auf ihrer Bandcamp-Seite an, wo ihr auch das Album kaufen könnt.
(Wer die Jungs nach diesem Video nicht mag, dem kann ich auch nicht helfen.)
Bei TV NOIR könnt ihr euch eine ganze Playlist mit wunderbaren Liedern anhören. Oder bei Facebook oder ihrem eigenen Youtube-Kanal vorbeischauen, wo aktuelle Sachen gepostet werden und von wo ich mal die Fotos geklaut habe. ;-)
"Okay. Schönen Tag noch!"
Die Wahlkampfzeit war mal wieder sehr zeitintensiv. Die Frage "Wie lange müsst ihr das machen?" wurde hin und wieder gestellt und jedes Mal erklärten wir, dass wir das gar nicht machen müssen, aber eben wollen. Unverständlich für eine ganze Masse von Leuten, aber nicht für mich. Dass man anderer Meinung ist - in Ordnung, dass man belächelt wird ebenso. Erfahrungen wie die, dass man auf offener Straße von irgendwelchen Nationalsozialisten angeschrien wird, gab es auch und wurden in "Oh Gott, wie creepy!" abgespeichert. Dass mir die Füße in meinen neuen (echt schönen!) Schuhen wehtaten und dass man hin und wieder einen Korb bekommt und viel Zeit investiert, das ist nicht ganz so angenehm.
Aber ich glaube, dass viele viele gar nicht verstehen, was für einen riesigen Spaß das macht und für wie wichtig ich die letzten Wochen erachte. Mehrere Podiumsdiskussionen in der Uni mit verschiedenen Kandidaten standen an, wo man die direkte Gegenüberstellung und die vorhandene oder eben nicht vorhandene Rhetorik und Schlagfertigkeit sehen konnte, zu denen viele Leute kamen, von denen ich einiges halte. Viele Flyeraktionen mit dem fast schon fahruntüchtigen Auto meiner Oma, im dem die Musik voll aufgedreht wurde und wir mit der besten Laune im Sonnenaufgang und Untergang rumcruisen konnten, Festansprachen und Reden, die ich am liebsten ebenfalls mitgeschrieben hätte, weil ich über einige Aspekte gerne etwas schreiben würde. Rosen verteilen, Kekse verdrücken, Abstecher ins Luisenviertel. Und dann waren da die Standaktionen unter dem netten Schirm, die zu Beginn noch sehr wenig brachten. Mit der Zeit aber und vor allem die letzten Aktionen, bei denen ich auch war, fand ich überaus gut. Ich hatte Gespräche mit Personen, mit denen man zwar nicht immer im Einklang war, die aber so unglaublich interessant waren, dass ich am liebsten jedes Wochenende mit einem Tisch und einem Schild "LASSEN SIE UNS ÜBER GOTT UND DIE WELT REDEN" sitzen würde. (Okay, nicht gleich übertreiben.)
Ich möchte keinen Beruf in der Politik haben, das ist klar, und wie die Zahlen morgen Abend vorraussichtlich aussehen werden, ist ebenfalls schon lange klar. All die Witze die deswegen auf meine oder unsere Kosten kommen, belächle ich zwar, gehe manchmal darauf ein, aber man hat wohl irgendwie nicht verstanden, worum es mir hierbei eigentlich geht. Ich will später nicht auf einem Riesenplakat an der Autobahn abgebildet sein und für Stimmen werben, ich will auch nicht im Kostüm neben dem Podium klatschen und im Fernsehen auftreten oder meinen Lebenslauf pushen. Ich mache all das, weil ich denke, dass ich es sollte, fast schon, weil ich es muss - von mir selbst aus. Weil ich es wichtig finde, weil ich es richtig finde und weil es mich weiterbringt, nicht beruflich, sondern in meiner Person. Nichts treibt mich besser an als mein eigener Idealismus und die Überzeugung, dass es etwas bringt - das tut es nämlich alle mal.
Mit fast jeder Person mit der ich in den letzten Wochen reden konnte, und das sind auch Sozialdemokraten, Piraten, Jungliberale und Desinteressierte, Enttäuschte, Vorwürfer und Verzweifelte, konnte ich tolle Gespräche führen. Ich gebe keine Versprechen, die ich nicht halten kann und beschönige nichts, was man nicht beschönigen kann, aber ich kann zuhören und verstehen. Ich kann nachvollziehen wieso diese Menschen so denken, wie sie denken und man merkt sich das.
Ich will keinen neuen 24-Stunden-Hass schreiben, weil das nicht mein Leben widerspiegelt, in dem ich so selten hasse, und es dennoch einen so großen Platz auf meinem Blog eingenommen hatte, aber ich kann nicht oft genug die Worte Toleranz, Respekt und Freundschaft betonen - ohne jetzt irgendwelche konkreten Dinge ansprechen zu müssen. Dankeschön.
Aber ich glaube, dass viele viele gar nicht verstehen, was für einen riesigen Spaß das macht und für wie wichtig ich die letzten Wochen erachte. Mehrere Podiumsdiskussionen in der Uni mit verschiedenen Kandidaten standen an, wo man die direkte Gegenüberstellung und die vorhandene oder eben nicht vorhandene Rhetorik und Schlagfertigkeit sehen konnte, zu denen viele Leute kamen, von denen ich einiges halte. Viele Flyeraktionen mit dem fast schon fahruntüchtigen Auto meiner Oma, im dem die Musik voll aufgedreht wurde und wir mit der besten Laune im Sonnenaufgang und Untergang rumcruisen konnten, Festansprachen und Reden, die ich am liebsten ebenfalls mitgeschrieben hätte, weil ich über einige Aspekte gerne etwas schreiben würde. Rosen verteilen, Kekse verdrücken, Abstecher ins Luisenviertel. Und dann waren da die Standaktionen unter dem netten Schirm, die zu Beginn noch sehr wenig brachten. Mit der Zeit aber und vor allem die letzten Aktionen, bei denen ich auch war, fand ich überaus gut. Ich hatte Gespräche mit Personen, mit denen man zwar nicht immer im Einklang war, die aber so unglaublich interessant waren, dass ich am liebsten jedes Wochenende mit einem Tisch und einem Schild "LASSEN SIE UNS ÜBER GOTT UND DIE WELT REDEN" sitzen würde. (Okay, nicht gleich übertreiben.)
Ich möchte keinen Beruf in der Politik haben, das ist klar, und wie die Zahlen morgen Abend vorraussichtlich aussehen werden, ist ebenfalls schon lange klar. All die Witze die deswegen auf meine oder unsere Kosten kommen, belächle ich zwar, gehe manchmal darauf ein, aber man hat wohl irgendwie nicht verstanden, worum es mir hierbei eigentlich geht. Ich will später nicht auf einem Riesenplakat an der Autobahn abgebildet sein und für Stimmen werben, ich will auch nicht im Kostüm neben dem Podium klatschen und im Fernsehen auftreten oder meinen Lebenslauf pushen. Ich mache all das, weil ich denke, dass ich es sollte, fast schon, weil ich es muss - von mir selbst aus. Weil ich es wichtig finde, weil ich es richtig finde und weil es mich weiterbringt, nicht beruflich, sondern in meiner Person. Nichts treibt mich besser an als mein eigener Idealismus und die Überzeugung, dass es etwas bringt - das tut es nämlich alle mal.
Mit fast jeder Person mit der ich in den letzten Wochen reden konnte, und das sind auch Sozialdemokraten, Piraten, Jungliberale und Desinteressierte, Enttäuschte, Vorwürfer und Verzweifelte, konnte ich tolle Gespräche führen. Ich gebe keine Versprechen, die ich nicht halten kann und beschönige nichts, was man nicht beschönigen kann, aber ich kann zuhören und verstehen. Ich kann nachvollziehen wieso diese Menschen so denken, wie sie denken und man merkt sich das.
Ich will keinen neuen 24-Stunden-Hass schreiben, weil das nicht mein Leben widerspiegelt, in dem ich so selten hasse, und es dennoch einen so großen Platz auf meinem Blog eingenommen hatte, aber ich kann nicht oft genug die Worte Toleranz, Respekt und Freundschaft betonen - ohne jetzt irgendwelche konkreten Dinge ansprechen zu müssen. Dankeschön.
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